Aktueller Cisco Visual Networking Index: Fast die halbe Weltbevölkerung ist 2017 online

Cisco hat die Ergebnisse des neuen Cisco® Visual Networking Index (VNI) bekannt gegeben. Für den Zeitraum von 2012 bis 2017 wird der weltweite IP-Datenverkehr auf das Dreifache steigen. Dieses explosionsartige Wachstum wird von allen Bereichen getragen wie öffentliche und private Netzwerke – einschließlich Internet und verwaltete IP-Netzwerke ­­– in Deutschland vor allem von dem Wachstum beim mobilen IP-Datenverkehr, der sogar um das Zehnfache ansteigen wird. Detaillierte Ergebnisse gibt es unter: http://newsroom.cisco.com/emear

In vier Jahren wird es etwa 3,6 Milliarden Internetnutzer geben, das sind 48 Prozent der vorausgesagten Weltbevölkerung von 7,6 Milliarden Menschen. Im Vergleich dazu war im Jahr 2012 knapp jeder Dritte vernetzt. Im gleichen Zeitraum nimmt die Zahl der Internetgeräte von 11,7 auf 19,3 Milliarden zu.

Im Jahr 2017 wird der globale IP-Datenverkehr ein Volumen von 1,4 Zettabyte pro Jahr beziehungsweise 121 Exabyte pro Monat besitzen, im Vergleich zu 44 Exabyte pro Monat in 2012. Er wächst pro Jahr um 23 Prozent. Ein Zettabyte entspricht einer Trilliarde Byte oder einer Billion Gigabyte.

Ergebnisse für Deutschland

Von 2012 bis 2017 wächst der gesamte IP-Datenverkehr in Deutschland mit einer jährlichen Rate von 18 Prozent auf das Doppelte an. Er beträgt dann 38 Exabyte (EB), im Vergleich zu 17 EB 2012. Der mobile Datenverkehr wächst jährlich um 60 Prozent von 18 auf 190 Petabyte (PB) monatlich. Das ist viermal mehr als über feste Leitungen. Der mobile Anteil am gesamten IP-Traffic steigt von 1 auf 6 Prozent und entspricht dann dem doppelten Volumen des gesamten deutschen Internetverkehrs 2005.

„Mobilität wird für immer mehr Menschen nicht nur zum selbstverständlichen Bestandteil ihres alltäglichen Lebens, sondern zu einem Grundbedürfnis“ kommentiert Michael Ganser, Cisco Senior Vice President Zentral- und Osteuropa. „Da ständig mehr Menschen, Objekte, Prozesse und Daten mit dem Internet of Everything verknüpft werden, ob mobil oder nicht, sind intelligente Netzwerke und die entsprechenden Service Provider wichtiger als je zuvor.“

Während in Deutschland 2012 Smartphones und Tablets nur für 2 Prozent des IP-Traffics verantwortlich waren, werden es 2017 schon 14 Prozent sein. Der Anteil der Fernseher steigt von 12 auf 22 Prozent. Dies zeigt, dass die seltener für das Internet genutzten TV-Geräte durch die enormen Dateigrößen von Sendungen oder Spielfilmen einen höheren Datenverkehr erzeugen. So werden 2017 Privatanwender rund 63 Prozent der Internet-Videos in 3D oder HD ansehen. Gleichzeitig steigt der berufliche Video-Traffic um das Fünffache, auf 58 Prozent des gesamten geschäftlichen Internetverkehrs.

Ursachen für das Datenwachstum

Cisco führt das beachtliche Wachstum des IP-Datenverkehrs unter anderem auf weitere folgende Faktoren zurück:

1. Immer mehr internetfähige Geräte und Verbindungen: 2017 wird es mehr als 19 Milliarden Netzwerkverbindungen geben, im Vergleich zu 12 Milliarden in 2012. Dazu zählen etwa fest installierte oder mobile persönliche Endgeräte sowie Maschine-zu-Maschine (M2M)-Verbindungen. Pro Haushalt wird die Zahl der vernetzten Geräte von 4,7 auf 7,1 steigen.

2. Schnellere Breitbandleitungen: Die durchschnittliche Übertragungsgeschwindigkeit von kabelgebundenen Breitbandverbindungen erhöht sich von 11,3 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Jahr 2012 auf 39 Mbit/s im Jahr 2017. Alleine von 2011 bis 2012 stieg die Rate um 30 Prozent von 8,7 auf 11,3 Mbit/s.

3. Zunehmender Einsatz von Videoservices und -anwendungen: Weltweit wächst die Anzahl der Nutzer von Internet-Videos (ohne reine Mobil-Anwender) von einer Milliarde im Jahr 2012 auf 2 Milliarden in 2017. Sie werden dann pro Monat Videos betrachten, die insgesamt eine Lauflänge von 6 Millionen Jahren besitzen. Dies entspricht 1,2 Millionen Video-Minuten pro Sekunde.

4. Internet of Everything: Auch das „Internet of Everything“, also die Vernetzung physikalischer Objekte, wird einen messbaren Einfluss auf den IP-Datenverkehr haben. Weltweit steigen die M2M-Verbindungen von 2012 bis 2017 um das Dreifache von 2 auf 6 Milliarden und der jährliche IP-Verkehr darüber von 197 Petabyte auf 3,9 Exabyte um das 20-Fache. Dies entspricht dann bereits 3 Prozent des gesamten IP-Verkehrs. Das Wachstum basiert vorwiegend auf Anwendungen wie Videoüberwachung, intelligente Stromzähler, Nachverfolgung von Waren und Paketen, mit Chips versehene Tiere, digitale Gesundheitskontrollen sowie weitere kommende M2M-Services.

Über die Studie

Der Cisco VNI Global IP Traffic Forecast wird seit 2007 jährlich erhoben. Er ermittelt die Wachstumsaussichten und Trends des weltweiten Datenverkehrs über das Internet-Protokoll (IP). Er basiert auf unabhängigen Vorhersagen von Analysten, realen Messwerten zur Datenübertragung von Service-Providern sowie auf eigenen Erhebungen von Cisco.

Die mobile Datenwelt wächst

Rufen Sie Ihre Mails auf dem Smartphone ab? Oder nutzen Sie gerne unterwegs Ihr Laptop via mobilem Internet? Dann wird Sie diese Information sicher freuen:

Die Geschwindigkeit mobiler Netze wird bis zum Jahr 2016 um das 9-fache steigen und entsprechend höhere Transferraten erlauben. Und das ist auch zwingend nötig, denn in den nächsten fünf Jahren werden unsere Mobilgeräte und insbesondere Tablet-PCs immer leistungsfähiger, können also immer mehr Daten übertragen. Dies sind einige Ergebnisse aus unserem aktuellen Cisco Visual Networking Index (VNI) Global Mobile Data Traffic Forecast, der auf unabhängigen Vorhersagen von Analysten sowie Messwerten zur mobilen Datenübertragung basiert. Darauf aufbauend haben wir eigene Schätzungen für die Akzeptanz von mobilen Anwendungen sowie der Nutzungs- und Datenübertragungsraten getroffen.

Insgesamt wird der mobile Datenverkehr weltweit von 2011 bis 2016 um das 18-fache steigen, in Deutschland sogar um das 21-fache. Das rapide Wachstum liegt vorwiegend an der Zunahme internetfähiger Mobilgeräte: Im Jahr 2016 wird es auf der Erde mehr als 10 Milliarden Geräten geben – eine riesige Zahl, wenn man bedenkt, dass “nur” 7,3 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Alleine in Deutschland sind bereits heute 116 Millionen mobile Geräte im Einsatz, in vier Jahren wird diese Zahl voraussichtlich auf 177 Millionen Devices angestiegen sein.

Neben immer mehr Endgeräten haben auch die eigentlichen Nutzungsangebote einen wichtigen Einfluss auf den Datenverkehr. Alleine der Anteil mobiler Inhalte aus der Cloud wird mit einer jährlichen Wachstumsrate von 95 Prozent bei 71 Prozent liegen. Eine wesentliche Rolle dabei spielen Videos, die aus der Cloud auf Mobilgeräten abgespielt werden. In vier Jahren werden 70 Prozent der Daten alleine durch Videos generiert.

In diesem Sinne: Schauen Sie sich unser Video an und teilen Sie uns mit, wie Sie diese Entwicklungen einschätzen. Könnte der mobile Datenverkehr sogar noch stärker wachsen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!

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