Wenn die Queen Mary 2 einläuft – Wie der Hamburger Hafen Schiffe, LKWs und Züge koordiniert

Jedes Jahr laufen rund 10.000 Schiffe in den Hamburger Hafen ein. Egal ob es sich dabei um eine private Jolle, einen Ozeanriesen wie die Queen Mary 2 oder einen Megafrachter handelt: Jedes einzelne Schiff stellt höchste Ansprüche an ein effektives Hafenmanagement. Insbesondere die Abwicklung der Frachtschiffe war eine große Herausforderung – erst recht, wenn diese über vier verschiedene, nicht miteinander verzahnte Datennetze koordiniert werden mussten. Für die Hamburg Port Authority (HPA) Grund genug, die bislang getrennten Netze auf ein eigenes intelligentes Netzwerk als Plattform zu konsolidieren .

Sobald die Einfahrt in die Hafenregion koordiniert und der Frachter an der Kaimauer vertaut ist, muss die Fracht möglichst schnell gelöscht und das Schiff mit neuer Ladung versorgt werden. Hierfür sind LKWs und Züge auf dem 7.200 Hektar großen Gelände ständig im Einsatz und bedürfen einer entsprechenden Koordination. Bislang geschah dies mit jeweils einem autarken Netz für Radar, Bahn, Telefon und IT, was zur Folge hatte, dass auf der Wasserfläche nicht über das Netz telefoniert werden konnte und es an Land kaum Zugang zum Radarsystem gab. „Um die Kommunikation zu verbessern und die Effizienz der Arbeitsabläufe zu optimieren, wollten wir die vier Netze in ein einziges überführen“, erklärt Dr. Sebastian Saxe, CIO bei der Hamburg Port Authority.

Im Juli 2009 begann dann die Bestandsaufnahme und Planung des Projektes. An zehn Standorten auf dem Gelände wurden Knotenpunkte für das Kernnetz installiert, mit Lichtwellenleitern verbunden und die verschiedenen LANs angedockt. Dadurch entstand ein Netzwerk für ein effektives Verkehrsmanagement auf Wasser, Schiene und Straße. Die Mitarbeiter kommunizieren nun unabhängig von Standort und Endgerät über ein intelligentes Netzwerk, tauschen in einer gesicherten Umgebung Dokumente untereinander aus und teilen Informationen. Der Radar-Teil des Netzes trackt beispielweise den realen Weg der Schiffe von der Hafeneinfahrt bis an die Kaimauer in Echtzeit. Die Zugführer erfahren, wann sie welche Strecke des 300 Kilometer langen Schienennetzes befahren können. Schließlich müssen nicht weniger als 83 Eisenbahnverkehrsunternehmen aus verschiedenen Ländern koordiniert werden. „Die Entscheidung für die Cisco-Technologie stand von Anfang an fest“, sagt Sebastian Saxe. „Bei meinem vorherigen Arbeitgeber habe ich ausgezeichnete Erfahrungen mit den Lösungen gesammelt. Zudem steht Cisco als größter Anbieter in diesem Bereich für Zukunftssicherheit und aktuelle State-of-the-Art-Technologien.“

Neben Staus und Wartezeiten wurden mit Einführung des einheitlichen Netzes auch die Kosten massiv reduziert. Alleine die Betriebskosten sinken innerhalb der nächsten sieben Jahre auf ein Drittel der heutigen Kosten. Zudem werden sich die Managementkosten massiv verringern, weil nun beispielsweise eine Fernwartung für die Administration zum Einsatz kommt. Die von Cisco realisierte Lösung überzeugte nicht nur die HPA sondern auch die Jury des 11. eGovernment-Wettbewerb 2011, die das Projekt als „Bestes Modernisierungsprogramm Deutschlands“ auszeichnete. Zudem gewann das Projekt den Cisco Innovation Award 2011 in der Kategorie „Most Innovative Business Impacting Network of the Year.“ Die internationale Auszeichnung geht an aktuelle, effizient durchgeführte Technologie-Projekte innerhalb der EMEAR-Region (Europa, Afrika, Russland und Mittlerer Osten), die mit innovativen Diensten deutliche Verbesserungen bringen.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Projekt? Für welchen Bereich des öffentlichen Lebens würden Sie sich eine ähnliche Lösung wie diese wünschen? Diskutieren Sie mit uns hier im Blog. Wir freuen uns über Ihren Beitrag.

So sieht sie aus, die “Stadt der Zukunft”

Städte und Gemeinden stehen heute vor weitreichenden Problemen wie Umweltverschmutzung, Geld- und Ressourcenknappheit, veralteten Infrastrukturen oder der Notwendigkeit nachhaltigen Wachstums. Mit Cisco Smart+Connected Communities bietet das Unternehmen eine visionäre Lösung für diese Herausforderungen. Der Ansatz bindet Bürger, Dienstleister, Gemeindeeinrichtungen und Behörden über intelligente Netzfunktionen in eine universelle Lösung ein. Entsprechende Module für Gebäude, Versorgungssysteme, Transportwesen, Schutz und Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Behörden sowie Sport und Unterhaltung ermöglichen eine individuelle Anbindung, die optimal auf die jeweilige Stadt oder Gemeinde zugeschnitten werden kann.

Weltweit vertrauen bereits mehr als 100 Städte auf das umfassende Business-Konzept von Cisco. Das Netzwerk bildet hierbei die Basis für sämtliche Anwendungen und Verfahren – jederzeit, überall und mit jedem Endgerät. Jedoch sind viele Stadt-Verwaltungen bei der Vernetzung von Gesundheitswesen, Bildungseinrichtungen, Behörden, Gebäuden oder Sicherheitssystemen mit hunderten inkompatibler Systeme und Protokolle konfrontiert. Die Zusammenführung in ein zentrales, auf offenen Standards basierendes, hochsicheres Netzwerk bietet ein erhebliches Potenzial für Innovationen. Zudem erhöhen Gemeinden und Städte damit die Produktivität ihrer Angestellten, verbessern den Zugang und die Verfügbarkeit der öffentlichen Dienste und profitieren von optimierter Stadtverwaltung, höherer Lebensqualität der Bürger sowie nachhaltiger Städtebildung und Umweltschutz. Smart+Connected Communities umfasst auch eine neue Denkweise hinsichtlich des Aufbaus, der Verwaltung und der Strukturierung von Städten und Gemeinden, um soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Durch die umfassende Vernetzung können Städte und Gemeinden ihren Bürgern neuartige Dienste zur Verfügung stellen: Von Sicherheit über Gesundheit und Bildung bis zur Unterhaltung. Die Einwohner verfügen somit über eine hochgradige Heimvernetzung mit Automatisierungen, TelePresence sowie Zugang zu Diensten von öffentlichen Stellen und Unternehmen.

Wir sind also schon heute technologisch gar nicht mehr weit von der „Stadt der Zukunft“ entfernt. Als erste Stadt nutzt das südkoreanische Songdo die intelligente Plattform von Cisco auf breiter Ebene: Mehr von diesem Beitrag lesen

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