Always on – mobil und vernetzt im Urlaub!

Mit zunehmender Verbreitung von Smartphones, Tablets & Co. und der allgegenwärtigen Verfügbarkeit von Breitbandzugängen zum Internet, können wir überall ins Netz und sind mittlerweile für jeden, immer und überall erreichbar.

Egal ob Familie, Freunde oder Arbeitgeber – Dank Smartphones, Tablets & Co. sind wir über das Internet stets verbunden und für jeden, immer und überall erreichbar.

Besonders in der Urlaubszeit stellt sich für jeden von uns allerdings die Frage, an welcher Stelle wir auch unsere Geräte in die Ferien schicken um wirklich „abzuschalten“. Aber nicht nur die Erreichbarkeit ist ein Thema, über das wir uns spätestens dann mehr Gedanken machen. Auch Sicherheitsfragen tauchen bei der Nutzung fremder Netze oder Geräte gerade am Urlaubsort bei vielen auf.

Wir wollten es daher einmal genauer wissen, wie eigentlich das Kommunikationsverhalten im Urlaub aussieht und haben die Marktforscher von Ears and Eyes mit einer repräsentativen Online-Befragung von 1.000 Bundesbürgern beauftragt.

Für viele Deutsche scheint die digitale Erreichbarkeit im Urlaub mittlerweile zur Normalität zu gehören, denn lediglich ein Viertel (24 Prozent) aller Befragten gab an, auf die Nutzung digitaler Gadgets während des Urlaubs komplett zu verzichten. Das bedeutet: Auch im Urlaub wird meist nicht “abgeschaltet”, sondern das eigene Soziale Netz beobachtet, die Alltagskommunikation weiter gepflegt und vielfach ebenfalls gearbeitet, wie auch eine aktuelle Untersuchung der Nachrichtenagentur dpa ergab. Mit zunehmender Verbreitung von Smartphones und Tablets ist abzusehen, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird.

Android auf dem Vormarsch

Im Urlaub wird primär über Laptops (56 Prozent) und Smartphones (54 Prozent) auf das Internet zugegriffen, wobei mancher mehrere Geräte nutzt. Tablets werden bereits von 23 Prozent der Verbraucher eingesetzt. Bemerkenswert ist, dass bereits knapp zwei Drittel der Smartphone-Nutzer ein Android-Gerät besitzen und nur noch knapp ein Drittel auf Apple iOS setzen. Auch bei den Tablets nutzen schon annähernd vier von zehn Anwendern das Android-Betriebssystem. 12 Prozent aller Befragten sind ohne eigenes Gerät im Urlaub und gehen in ein Internetcafé vor Ort.

Sicherheit nur ein Randthema

Besonders überrascht hat mich die Sorglosigkeit, mit der ein großer Teil der Befragten im Urlaub online geht. Denn Lösungen wie ‚AnyConnect’ bieten eine sehr praktikable und zudem kostenlose Möglichkeit, auch unterwegs intelligentes Sicherheitsmanagement zu betreiben.

Obwohl die meisten im Urlaub über für sie unbekannte Netze online gehen, wird das Thema Sicherheit klein geschrieben. Fast die Hälfte aller Befragten verzichtet auf Sicherheitsvorkehrungen (46 Prozent). Unter den Verbrauchern, die auf Sicherheit achten, wurden Firewall-Routinen am häufigsten genannt (37 Prozent), gefolgt von der Nutzung von https-Webseiten (21 Prozent) oder speziellen Security-Tools wie etwa AnyConnect (12 Prozent). VPN-Tunnel (9 Prozent) setzen nur eine Minderheit ein.

Angesichts der potenziellen Risiken wie Phishing, Kostenfallen, Datenverlust oder Kapern von Accounts scheint hier noch jede Menge Nachholbedarf zu bestehen.

SMS und Telefonie meistgenutzte Urlaubsanwendungen

Natürlich genießen SMS (65 Prozent) und Telefonie (62 Prozent) im Urlaub nach wie vor ungebrochene Beliebtheit. Auffallend hier jedoch, dass bereits kostengünstige Voice over IP-Angebote (13 Prozent) oder Videotelefonie (11 Prozent) auf dem Vormarsch sind. Plattformübergreifende Instant-Messaging-Dienste wie beispielsweise Cisco Jabber nutzen gar schon ein Drittel aller Befragten. Collaboration, also die Zusammenarbeit in einem Team mit einem gemeinsamen Ziel, ist auch im Urlaub ein Thema.

Laut der Studie “Mobile E-Mail Marketing 2012″ von artegic rufen über die Hälfte der Nutzer (52,8 Prozent) im Urlaub auch ihre E-Mails ab. Das Reiseportal “ebookers” hat zudem herausgefunden, dass von den in Social Networks aktiven Bundesbürgern (59 Prozent) etwas mehr als die Hälfte auch im Urlaub Facebook oder Twitter nutzen. Interessant ist hier jedoch, dass von den Social Media Anwendern immerhin 44 Prozent angaben, im Urlaub bewusst eine Social Media Pause einzulegen.

Diese Ergebnisse belegen: Neue Geräte treiben Mobilität und die App-basierte private wie auch berufliche Nutzung multimedialer Angebote auch im Urlaub weiter voran. Natürlich bietet das Vorteile, beispielsweise, daß man für die Freunde zuhause und den häuslichen Alltag erreichbar ist und nach der Urlaubsrückkehr einen Teil der privaten wie auch beruflichen Arbeit schon erledigt ist – oder zumindest rechtzeitig delegiert wurde. Die Kehrseite der Medaille ist aber, daß kein wirkliches Abschalten möglich ist, sich Menschen also nie ganz aus dem beruflichen Tagesgeschäft und ihrem Alltag herausziehen können, um ihre Akkus neu aufzuladen.

Die digitale Mobilität setzt sich also im Urlaub fort. Hier gibt es viele Parallelen zu dem momentanen BYOD-Trend, mit dem Unternehmen zunehmend konfrontiert sind – denn nicht nur im Urlaub, sondern auch am Arbeitsplatz möchte man sein eigenes Smartphone und die bekannten Applikationen uneingeschränkt nutzen können; sei es zu privaten oder geschäftlichen Zwecken.

Und wie ist das bei Ihnen? Schalten Sie in Ihrem Urlaub Smartphone und Co. ganz aus? Oder gehört es auch für Sie inzwischen zum „Urlaubs-Alltag“, regelmäßig einen Blick auf die eigene Mailbox zu werfen?

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Über Markus Kremser
Ich bin Business Development Manager für Borderless Network Architekturen / Mobility bei Cisco Deutschland.

2 Responses to Always on – mobil und vernetzt im Urlaub!

  1. Sabine sagt:

    Mich erschrecken ehrlich gesagt diese Zahlen: 3/4 aller Nutzer können auf ihr Smartphone, Tablett etc. pp. nicht mehr verzichten! Selbst im Urlaub nicht, wo es doch ums Abschalten und Entspannen geht. Die Frage ist natürlich, weshalb jene Nutzer im Urlaub online gehen… Ich werde auch in Zukunft versuchen mein Smartphone so wenig wie möglich zu nutzen, da mich der permantente Gebrauch meiner sozialen Umgebung einfach nur noch nervt.

    Beste Grüße

    Sabine

  2. Pingback: Spotify, Amazon, barcoo. — mobilbranche.de

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